FLYER

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Samstag, 16. Januar 2010

PROJEKTBESCHREIBUNG


MOTIONROOM  - Eine interdisziplinäre Raum- & Tanzperformance


MOTIONROOM zeigt eine Annäherung an raumrelevante Fragestellungen als Performance im öffentlichen Raum. RAUM als HÜLLE, TANZ & SOUND bilden  MOTIONROOM  - eine BEWEGTE RAUMSPHÄRE. Aus verschiedenen Medien kreieren wir  - Angela Wiedermann, Jules Hepp, Helmut Kahlert und Anne Witt - ein dynamisches Raumerlebnis - den MOTIONROOM. Audiovisuell wird eine emotionale Raum-Kommunikation ins Leben gerufen, die verschiedene Wahrnehmungsebenen illustriert und darstellt.


ABLAUF
Im Rahmen der Performance MOTIONROOM bespielen wir ein Areal von 500 m² mit Sound, Bewegung & Rauminstallation. Die Performance Motionroom wird am 2. Februar 2010  in den Räumlichkeiten der Wollzeile 1, 1010 Wien stattfinden.


In unserer Choreographie bewegen sich Tänzerinnen aus unterschiedlichen Disziplinen (Breakdance, klassisches Ballett, Improvisationstanz) durch die Räume des Ausstellungsareals - begleitet von Sound und einer alle Räumlichkeiten mit einbeziehenden Rauminstallation. Für Choreographie, Rauminstallation sind Angela Wiedermann und Jules Hepp verantwortlich. Das interaktive Soundkonzept und die Tontechnik wird Helmut Kahlert übernehmen. Die Performance wird von der Videokünstlerin Anna Witt mit der Kamera in Szene gesetzt, dokumentiert und live via Beamer in die Räumlichkeiten der Wollzeile 1, sowie in einen Blog übertragen. Die Postproduktion des Videos obliegt ebenfalls Anna Witt.


Im Jahr 2010 soll das entstandene Video in einer weiteren Galerie präsentiert werden.


MOTIONROOM  - Eine interdisziplinäre Raum & Tanzperformance


Die Elemente Raum - Kleid - Hülle verschmelzen durch die Perspektive von Bewegung & Tanz zu einer Gesamtsphäre, die die Thematik BEWEGTER RAUM/MOTIONROOM exemplarisch veranschaulichen.


Diese elementaren Wahrnehmungsebenen, die wir im MOTIONROOM illustrieren, benennen wir analog zu Sloterdijks Raumtheorie wie folgt:


KÖRPER - HÜLLE -  RAUM
»Nur Leben heißt: in Sphären sein. Aber worin sind wir, wenn wir in Sphären sind? Was bedeutet es überhaupt, in etwas zu sein?  Das lässt sich zunächst rein physikalisch verstehen.  So bin ich etwa in einem Zimmer. Das Zimmer ist in einer Wohnung. Die Wohnung ist in einem Haus, das wiederum in einer Stadt ist. Die Stadt ist in einem Land, das Land auf der Erde, die Erde im Weltraum. In der antiken Philosophie ließ sich das Ende dieser räumlichen Verschachtelungen ineinander genau bestimmen. Der so genannte Kosmos war eine Art Totalbehälter, in dem alles enthalten war wie in einer russischen Babuschka-Puppe, in der aber selbst nichts mehr enthalten war. « (Sloterdijk 1998, S.48)


HÜLLE/KÖRPERKLEID
Hülle ist ein allgemeiner Begriff, der alle Gegenstände umfasst, die einen Raum bilden, indem sie eine flächige Grenze zwischen INNEN und AUSSEN schaffen. So bildet z. B. die Atmosphäre eine Hülle um die Erde oder die Haut eine Hülle um den menschlichen Körper – so wie die Kleidung.


»Und schließlich trägt der zeichenhafte Bezug der Bekleidung zu Welt- und Körperbildern Grundlegendes zum Verstehen des Menschen bei. Darüber hinaus stellt das textile Medium aufgrund seiner genuinen Eigenschaften der Transparenz, Durchlässigkeit, Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit, etc., d.h. aufgrund seiner steten Bezogenheit und Reaktion auf ein anderes, ein geeignetes Anschauungs- und Übungsfeld für diskursive Methoden dar. « (Nixdorff 1999, S. 15-16)


KLANG  - BEWEGUNG
Körper, Kleid und Raum zeigen wir als Mikro-Universen, die in MOTIONROOM durch die Dimensionen Klang & Bewegung zu einer Gesamtsphäre verschmelzen. Diese Verschmelzungen sind Leitmotiv und zentrales Moment unserer Performance.


»Alles Sein ist Bewegung. Alles Handeln ist Tanz.  Im Sein herrscht der Rhythmus der natürlichen Kräftebeziehungen. (…) Der tänzerische Sinn gestattet dem Menschen den klaren Einblick in die rhythmische Beschaffenheit des Naturgeschehens und ist das Mittel, um den natürlichen Rhythmus in künstlerisch-kulturelle Wohlgeordnetheit zu verwandeln. « (Rudolf von Laban)   »Bewegung kann man nicht vorstellen, man muss ihnen im Bewusstsein nachfließen. Der intimere Aspekt zielt darauf hin, diese dem Vorstellen kongeniale Fähigkeit zu kultivieren.  So  wie das Vorstellen der verinnerlichte Abglanz der Wahrnehmung ist, soll eine innere Anschauungsart entwickelt werden, welche Bewegung, im Besonderen rhythmische Bewegung zu reproduzieren vermag (...). Die der Veränderung, der Transmutation unterworfene Gebilde, lassen im Bewusstsein Zeitgestalten auftauchen. « (Paul Schatz)


BEWEGUNG
Unter Bewegung verstehen wir nicht nur die Bewegung des Körpers, sondern auch die E-Motion als innere Bewegung, und verweisen auf den Zusammenhang von beidem. Durch Emotion entsteht nicht nur das Bedürfnis nach Bewegung, sondern Bewegung vermag es Emotionen hervorzurufen, zu färben und zu verändern.


Bewegung findet in MOTIONROOM in Form von TANZ und SOUND statt.


Zu begreifen ist diese Ebene als Bindeglied der beschriebenen Aspekte, die wir inhaltlich und formal bearbeiten.  Tanz und Sound sind Elemente,  die RAUM lebendig machen. Wir zeigen Kleidung als zweiten Raum des Körpers, als veränderliche Form-Morphologie, die durch die alltagsuntypischen, außergewöhnlichen  Bewegungen des Tanzes modelliert und neu strukturiert werden.


INSTALLATION
Wir bringen Textpassagen aus (von uns ausgewählten) theoretischen & philosophischen Schriften in den Räumen an und lassen Tänzerinnen in diesem neu entstandenen Bedeutungsraum agieren.


VIDEO
Im Rahmen der Performance MOTIONROOM entsteht ein von der Videokünstlerin Anne Witt in Szene gesetztes Video. Dieses Video stellt eine weitere „Schale“ unserer theoretischen und praktischen Babuschka-Konstruktion aus KÖRPER  - HÜLLE – RAUM – KLANG - BEWEGUNG dar.


Das Video wird live via Beamer in den Hauptraum der Performance übertragen, wo die Besucher es zusätzlich zur Liveperformance betrachten können.  Nach Fertigstellung der Postproduktion wird das Video außerdem auf einem eigens dafür eingerichteten Blog  weiterexistieren. Auf diese Weise ergeben sich via Beamer und Blog die vorerst äußersten Hüllen unserer Babuschka-Konstruktion...


Das Video ist zu einem späteren Zeitpunkt in einem weiteren Raumkontext neu zu installieren, wodurch sich wiederum der Kreis unserer theoretischen Überlegungen (als Teil der Babuschka-Theorie) zur Raumsphäre schließt.


SOUND
Das Projekt Motionroom erfährt durch den Musiker und DJ Christof Kette schließlich seine akustische Umsetzung. Christof Kette entwickelt aufgrund unserer gemeinsamen theoretischen Überlegungen ein Soundkonzept für die Performance Motionroom.


DER ASPEKT DER PERFORMATIVITÄT
Wir haben für unsere Performance  bewusst  Tänzerinnen  ausgewählt, die aus unterschiedlichen Disziplinen kommen. Insofern stellen wir mit MOTIONROOM auch  die  »typliche«  Eindimensionalität weiblicher Performance in Frage.


Die Theorie der Performativität besagt, dass das soziale Rollen-Konstrukt durch die Aktion im (sozialen) Raum immer wieder neu hergestellt wird. Die Performerinnen kommen aus unterschiedlichen, oft gegensätzlichen Disziplinen und bringen aus diesen ihr eignes Selbstverständnis, Bewegungsvokabular und Ausdrucksrepertoire in die Performance ein. Für den Betrachter entsteht dadurch ein vielschichtiges und widersprüchliches Bild von Weiblichkeit.


Die Performance MOTIONROOM eröffnet dem Betrachter die Möglichkeit, die Bewegungen der Tänzerinnen auf sich wirken zu lassen, in sich selbst  Assoziationen und Gefühle zum Gesehenen zu  entdecken und neue Bedeutungszusammenhänge zum Thema Identität herzustellen.

ANGELA WIEDERMANN

www.modernmartyr.com

modern martyr, aka angela wiedermann was born in 1977 in vienna. she studied psychology at viennas main university. in october 2004 she was accepted as a student at the fashion department of viennas university of applied arts (class of raf simons), but soon left to pursuit her own projects.

in her work modern martyr tries to depict her utopian phantasies, dwells in megalomania, explores her personal stereotypical mindmaps, and plays with her own identity/gender, constantly dirfting between reality and fiction.

modernmartyr sells her collections in vienna, london, paris and hong kong.
she presents her artwork periodically in exhibitions and in public space.

collections:
press one for purgatory, press 2 for reincarnation (2006)
the princess and I (2007)
my my is my castle (2008)
black narcissus (2010)

art projects:
black narcissus (2008-2009)
tassle_time (2008-2009)
motionroom (2010)
drowning in a sea of possibilities, nicely (2010)

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picture #1 - tassle_time 2009
picture #2 - black narcissus self portrait
picture #3 - black narcissus self portrait 2
picture #4 - black narcissus collage
picture #5 - black narcissus collage 2
































































































JULES HEPP



Jules Hepp was born 1979 in Germany.


She studied Fashion, Art, Design and Textile Temporary Architecture in Bremen, Berlin and Vienna. Her main interest is focusing on fashion as a phenomenon and as artistic media.


While studying Textile Architecture she explored SPACE corresponding towards FASHION. 


Her understanding of fashion is expanded in terms of performing art. 


EXPOSITION


2009
SPHERE°OID
Dance performance
Performance in Public Space, School of Architecture Bremen

2008
SHOW                         
Fashionperformance and Exhibition
Kunstmuseum Wolfsburg

2008                         
SNOO
A Leisure Room
Public Exhibition, University of the Arts Bremen

2007                       
HAEUTIGES
Textile architecture exhibition in public space
Sproutbau Bremen Tenever

2007                         
KLEIDKUNST
Exhibition in public space Hamburg

2007 
SILENCE
Composition of a Fashion Collection and textile rooming
Museum of Commerce Bremen

2006
PURPLE COLLECTION
Video Installation in public space Bremen

2006
ARCHITECTURE OF 1952
Photography and Exhibition Management
Dockside-Museum Bremen

2004
OCEAN OF DREAMS
Installation and Performance of design objects, light, projection & sound
Orchestration & production in cooperation with Nik Hafermaas

2001
FASHION SHOW
Museum of Applied Arts Vienna
Jury & Curator Raf Simons

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photos:
SPHERE°OID
performance 2009









INSPIRATION


source: following





MUSIC

Christof Kette
is responsible for the sound collage of the show.

works:
Sphere°Oid – Diploma-Fashionshow-sound collage for Jules Hepp, 2009
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diversely dance performance sound collages for Tanzschule RENZ in Bremen
+++


Helmut Kahlert aka. Dj Sonicson
will start the party next to the show with some fresh beat´s.

"Mein Set für Motionroom behandelt Hip Hop vorwiegend abseits von Lyrik, versucht die offenen Enden und die Grenzen des Genres herauszuarbeiten. Eine Mischung aus fremdem und eigenem Material -mitunter auch gleichzeitig-, soll sich an neue Ausdrucksformen und Stimmungen herantasten." Helmut Kahlert

Releases:
EKH 96 Sampler contains Pichler / Wenn Du Hast Was Du Willst
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Pichler / Klaustropop, Album / CD 1996
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Delicious Tunes, Sampler, EMI 2001
contains: Be / 2c
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Hearings / Transacoustic Research 2002, Various Artists
contains: Crossings
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Lokomotiveactive / EP, L-records
contains: 4 Tracks 2004
+++
Desesperance / Album, rufzeichen!records, soulseduction /goalgetter
contains: 16 Tracks 2005
+++
FM4 Soundselection 12, Sony /BMG Sampler /Various Artists
contains: Eye On You , feat. Ras Kibz 2005
+++
festivalcompilation 2005 Sampler /Various Artists
contains: Plenty Parties feat. Samuel Veyrat 2005
+++
Austrian HIPHOP Mix CD Volume 1 Sampler /Various Artists
contains: Tunnel,feat. Samuel Veyrat 2006
+++
Radiofffonies ! LE PRIX DES RADIOS DU MONDE Sampler /Various Artists
contains: Plenty Parties, feat. Samuel Veyrat 2006
+++
festivalcompilation 2006 Sampler /Various Artists
contains: Sonicson / Bongsong
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Sound & Music for Autoconstructioncity 2007/ Videowork by Alice Durst & Zoe Byland Sounddesign/Editing for the Audiowalks on http://www.hoerspuren.at/ Soundconcept & Editing for the shortmovie Syjettes by Martina Lunzer 2009
+++
Kardamom / Trajekt Album/CD 2009
...features the Sonicson Remix ›Ganz Weit Oben‹ Since fall 2009 Helmut Kahlert is also Drummer of the band VISITE.

upcoming releases :
Tiefseetaucher / Sonicson Machs Weg Remix
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US-Singer Dolli Melaine puts the title'Sunshine'(mooremapp records)on her Album,
wich was collaborated with Helmut Kahlert.

VISUALS + VIDEO → ANNA WITT

Anna Witt, 
geboren 1981 in Wasserburg am Inn, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und Performative Bildhauerei bei Monica Bonvicini in Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien. Anna Witts performative Interventionen und Videoinstallationen beschäftigen sich mit der Konstruktion kultureller Stereotype und der Positionierung von Individuen innerhalb sozialer Systeme. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen fiktionaler Reinszenierung und dokumentarischer Präsentation und beleuchten die Problematik der Subjektbildung in Beziehung zu Identitätspolitik, kollektivem Rassismus und Staatsbürgerrechten.


Ausstellungen (Auswahl):
„Traurig sicher, im Training“ Grazer Kunstverein, Steirischer Herbst, 2006 / „Leif Rumke Preis“, Lotringerhalle13, München, 2006 / „St. Mungo and me“, Lightbox, Los Angeles, 2006 / „Bidoun Artist´s Cinema, Art Dubai 2008 / „Rec Mode“, Galleria Valentina Moncada, Rom, 2008 / Manifesta7, Nord Italien, 2008 / „+10“, Columbus Artfoundation, Leipzig , 2008 / „Me“, Galerie Michael Wieshöfer, Köln, 2009 / „Postalternativ“, Kunstraum Niederösterreich, Wien, 2009

BREAKDANCE






BGIRLS: GameOva, Pons Smith, Maggy S, Bgirl Pia, Sophie Manuela, Michaela
They are Members of the following Crew´s: Jungle Rocs / Soulladies / Soulsistaaz / Dakini











Get some impressions here:

Dienstag, 12. Januar 2010

FLUGBLATT

IT IS A DYNAMIC ROOM/SOUND - POEM
We are showing
MOTIONROOM
(Bewegter Raum)

Aus den Elementen
HÜLLE (RAUM & KLEID)
BEWEGUNG (TANZ)
DYNAMIK/RYTHMUS (KLANG/SOUND)

MOTIONROOM zeigt eine Annäherung an raumrelevante Fragestellungen als Performance im öffentlichen Raum. RAUM als HÜLLE/TANZ & SOUND bilden MOTIONROOM - eine BEWEGTE RAUMSPHÄRE. Aus verschiedenen Medien kreieren wir ein dynamisches Raumerlebnis - den MOTIONROOM. Audiovisuell wird eine emotionale Raum-Kommunikation ins Leben gerufen, die verschiedene Wahrnehmungsebenen illustriert und darstellt.

Eine poetische Annäherung:
How do you describe a feeling?
How does feeling appear in a room?
What kind of resonance does a room have?
What kind of resonance appears towards sound?

Motion can put it all together in a sphere.

Motionroom/Emotionroom
Inner Motion is Emotion

Dynamicdance merging into a POETICAL - SOUND – SCAPE
Dynamisierung von Raum-Hülle durch SOUND & MOTIOM creating DYNAMIC RYTHM – DYNAMIC SPHERE.

“There was a lot of love in the rooms today*
I love the feelings - they are all free.” 
(Inspired by K. Frankie)

Wie fühlt man sich in einem Raum, in einem Kleid, in einem Körper??
Welche unterschiedlichen Zustände können wir aufzeigen?
Welche Dynamik zeigt sich durch alle Einflüsse im Raum & auf die Tänzer?